FDP gibt Vereinen praktische Tipps zum Umgang mit Daten der Mitglieder.

Ein volles Haus bescherte der FDP in der Gaststätte Zur Hochbrücke in Rottweil das Thema Datenschutz. Auf Einladung des FDP Kreisverbands und des Landtagsabgeordneten Gerhard Aden konnten sich Vereinsvorstände über den Handlungsbedarf in ihrem Verein durch die seit Mai geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) informieren.

„Datenschutz ist derzeit in Aller Munde und bei vielen Kleinstunternehmern und Ehrenamtlichen kommt Panik auf“, fasste Aden in seiner Begrüßung die Stimmung dazu zusammen. Darum wolle die FDP als Datenschutzpartei über die Hintergründe der DSGVO aufklären und den Vereinen praktische Tipps geben.

Die Referenten konnten die Liberalen aus den eigenen Reihen rekrutieren. Adens Persönlicher Referent Vincenz Wissler erläuterte die allgemeinen Hintergründe des Datenschutzrechts und die Rechte und Pflichten, die nicht nur für Unternehmen und Konzerne, sondern auch für einfache Vereine gälten. „Die meisten Regeln waren auch schon früher so, aber durch die hohen Strafen hat der Tiger jetzt Zähne bekommen“, begründet Wissler die Brisanz der neuen Verordnung. Grund zur Panik bestehe aber nicht, beruhigt Wissler die 35 Gäste der FDP. Viele der Vorgaben seien einmal mit Aufwand verbunden und führten danach zu einer Verbesserung im Datenschutz für alle Beteiligten, so der Betriebswirt.

Im zweiten Teil des Vortrags ging Europakandidat Daniel Karrais speziell auf die Bedürfnisse der Vereine ein und gab pragmatische Tipps um Abmahnungen und Klagen zu vermeiden. Dabei schöpfte Karrais aus seinem Wissen von der Umsetzung der DSGVO bei seinem mittelständischen Arbeitgeber, den er auf die neue Rechtslage vorbereitet hatte. Die Zuhörer bekamen dadurch auch Beispiele aus der Praxis und konnten in den lebhaften Diskussionen von den Erfahrungen des Vortragenden profitieren. In den Fragerunden gelang es Karrais so, viele falsche Annahmen und Missverständnisse auszuräumen.

Abschließend brach der Freidemokrat noch eine Lanze für die DSGVO. „Jetzt gibt es einen wirksamen Schutz vor der Datensammelwut der Social-Media-Konzerne. Leider hat die Politik die kleineren Unternehmen und Ehrenamtlichen im Stich gelassen“, bemängelte Karrais. Das Fehlen von Leitfäden habe dazu geführt, dass sich Hobby-Datenschützer und Anwälte mit immer engstirnigeren und abstruseren Ideen gegenseitig aufgestachelt hätten. Es zeige sich bereits, dass alles nicht so schlimm komme, wie befürchtet, meinte Karrais.

Am Ende des Abends bekam jeder Teilnehmer ein paar praktische Tipps an die Hand um die Richtlinie der Datenschutzgrundverordnung in seinem Verein umzusetzen.

 

Text zum Bild 1:  Die Veranstaltung war gut besucht, die Referenten Daniel Karrais

Text zum Bild  2: Die Veranstaltung war gut besucht, die Referenten Daniel Karrais und Vincenz Wissler

 

Foto: FDP