Davon überzeugen konnte sich vergangene Woche die Delegation des FDP-Kreisverbandes Rottweil in der zentralen Feuerwehr-Ausbildungsstelle in Sulz. Kreisbrandmeister Mario Rumpf und der stlv. Kreisverbandsvorsitzende und Stadtbrandmeister von Sulz, Eugen Heizmann, hatten ein interessantes Programm vorbereitet.

20140918_174209_7

von links: Juli-Kreisvorsitzender Daniel Karrais, Kreisbrandmeister Mario Rumpf, Kreisrat Jörg Schaal, FDP-Kreisvorsitzender Dirk Monreal, Stadtbrandmeister Eugen Heizmann, Hans-Georg Walther, Dr. Albrecht Foth (Foto: Monreal/FDP)

Zunächst stellte der Kreisbrandmeister Rumpf das Wechselladerkonzept des Landkreises Rottweil mit den Komponenten für Führungsleitstelle und den Hochwassereinsatz vor. Letzteres Segment habe sich besonders bei der Überschwemmung in Wellendingen vor einigen Wochen sehr bewährt. Seit 2009 verfolge man konsequent im Kreis Rottweil den Aufbau dieses Systems was momentan den Umfang von vier Basisfahrzeugen und vier Spezialkoffern habe. In der Endausbaustufe 2016 sind insgesamt acht Koffer vorgesehen. Damit könne man die unterschiedlichsten Schadensvorfälle im Kreis und darüber hinaus abdecken.

Danach erläuterte Eugen Heizmann die Feuerwehrausbildung und führte uns im Schulungszentrum die Ausbildungsstätten u.a. für Atemschutz und die Heißausbildung vor. Diese Ausbildungsmöglichkeiten stehen nicht nur den eigenen Kreisfeuerwehrleuten zur Verfügung. Auch die Kameraden vom Nachbarkreis Freudenstadt sorgten für eine gute Auslastung. Die körperlich anstrengenden Lehrgänge sind auch notwendig, um die Feuerwehrkameraden gut ausgebildet in den Einsatz schicken zu können. Darüber hinaus setzt die Kreisfeuerwehr auch auf die Ergebnisse einer CO2-Studie. Diese sollte untersuchen, wie hoch die Gefährdung eines Feuerwehrmanns durch Rauchgas ist. Messungen an Einsatzstellen durch den stellvertretenden Landesfeuerwehrarztes Dr. Bernhard Schönemann haben gezeigt, dass Atemschutzgeräteträger keiner gefährdenden CO Belastung ausgesetzt sind. Um die Sicherheit Einzelner bei Brandeinsätzen zu erhöhen, rückt generell immer ein Rettungstransportwagen zu Feuerwehr-Einsätzen mit aus.

Insgesamt verfügt die Kreisfeuerwehr über vier Haupt-Stützpunkte in Oberndorf, Rottweil, Schramberg, und Sulz. Mit den Neubauten in Schramberg/Sulgen inclusive der Einrichtung einer zentralen Feuerwehrwerkstatt und in Rottweil wären diese dann baulich auf einem neuen aktuellen Stand.

Neben der Ausstattung zeigten sich die beiden Feuerwehrführer noch zufrieden mit der Anzahl von 2.100 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Kreis. Auch gäbe es 600 Jugendfeuerwehrangehörige. Zukünftig müssen allerdings durch die demografische Entwicklung, einer gesellschaftlichen Veränderung in der Freizeitgestaltung und den Wegfall der Wehrpflicht den daraus resultierenden negativen Veränderungen entgegengewirkt werden.

20140918_184452

Im Anschluss an die Führung diskutierten die Gäste noch mit den Vertretern der Feuerwehr über das Ehrenamt an sich und die Feuerwehrarbeit insgesamt. (Foto: Monreal/FDP)